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Chronik |
50 Jahre Geschichte der Ortsgruppe Büdingen
Drehen wir das Rad der
Zeit doch erst einmal zurück auf den 28.Juli 1912. An diesem Tag kam
es in Binz auf der Ostseeinsel Rügen zu einem tragischen Unfall. Der Landungssteg für die
Dampfer gab durch Überbelastung der vielen Menschen, welche sich
darauf befanden, nach und die Planken zerbersten unter den Füßen der
Menschen.
Viele Menschen fallen in
das Wasser. Außer einigen Matrosen eines ankommenden Schiffes, welche
hinterher sprangen, sind die meisten Anwesenden Nichtschwimmer. 17 Menschen, darunter 7
Kinder, ertrinken in den Fluten der Ostsee, weil sie nicht schwimmen
könnenoder weil nicht genügend Retter zur Stelle sind.
Diese schreckliche Katastrophe wird endgültig zum Anlass genommen, um
am 19.Oktober 1913 die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft zu gründen.
So fing alles an.....
Lassen Sie uns nun einen
Zeitsprung unternehmen in das Nachkriegsdeutschland des Jahres
1948,weg von der Insel Rügen in die Kleinstadt Büdingen in Oberhessen.
Es war der Abend es 7.März
1948, als sich 13 junge Menschen um den Stammtisch der Gaststätte und
Metzgerei Albert versammelten um endgültig den Plan zu verwirklichen,
der sie alle schon seit Wochen beschäftigt.
An diesem Abend wird die
Gründung der Ortsgruppe Büdingen der
Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft durch die 13
Gründungsmitglieder eines beschlossene Sache.
Unser verstorbenes
Ehrenvorstandsmitglied, der Kamerad Edgar Vötsch und der damalige DLRG
Landesverbandspräsident August Kunz sind die eigentlichen Initiatoren
dieser Gründung.Der erste Vorstand setzte
sich zusammen aus dem Vorsitzenden Paul Hegemann, dem 2.Vorsitzenden
Dr.Franz, dem Geschäftsführer Edgar Vötsch und dem Beisitzer Ludwig
Kaufmann. Vorsitzender Hegemann übernimmt gleichzeitig die Aufgabe des
technischen Leiters.
Im Freibad mit seinem
Nichtschwimmer-, Schwimmer- und Springerbecken konnte es dann richtig
losgehen mit einem regelmäßigen Übungs- und Ausbildungsbetrieb.
Gerade in diesen Jahren
erfahren die Mitglieder volle Unterstützung durch die Schwimmeister
Siegler, Battke und Schmidt.
Nach dem Rücktritt von
Paul Hegemann übernahm Dr. Franz für kurze Zeit den Vorsitz, den er
dann an Herrn Michaelis abgab. Durch Versetzung des Vorsitzenden
übernahm der langjährige Geschäftsführer Edgar Vötsch dann das Steuer
der Ortsgruppe in die Hand.
In dieser Ära wurden
seitens des ehemaligen Landkreises Büdingen die Vorbereitungen zum Bau
des Hallenschwimmbades an der Büdinger Mittelpunktschule eingeleitet.
Nach der Fertigstellung im
Jahre 1968 kam auch der große Durchbruch der Ortsgruppe Büdingen
und somit die
Gewährleistung eines ganzjährigen Übungs- und Ausbildungsbetriebes.
Die langjährigen
Bemühungen des Vorsitzenden Vötsch trugen ihre ersten Früchte.
Der wöchentliche
Trainingsabend der Ortsgruppe konnte beginnen und erfuhren stets
wachsender Beliebtheit bei Jung und Alt der Büdinger Bevölkerung.
Auf der JHV
1967 übernahm dann Heinz Bechtold den Vorsitz zusammen mit Otto Hardt
als techn. Leiter und den "alten Hasen" Edgar Vötsch als
Geschäftsführer, Ludwig Kaufmann wurde Beisitzer, 2.Vorsitzender wurde
Joachim Altrichter, Peter Köhler wurde Rechner und DLRG-Arzt wurde
Medizinalrat Dr. Spuck.
Dank der
aktiven und regen Mitarbeit der beiden Schwimmmeister
und Vorstandsmitglieder Bechtold und Hardt und der Tätigkeit
des Sportlehrers Altrichter gingen die Arbeit und Erfolge der DLRG
rasch aufwärts.

In diese Zeit
fanden dann auch der Aufbau des Wachdienstes im Freibad Büdingen und
am Gederner See statt. Hier wurde durch intensive Bemühungen von Heinz
Bechtold auch die Rettungsstation am Gederner See erbaut.
Nach 18 Jahren
als Vorsitzender übergab dann im Jahre 1985 H.Bechtold
die Geschicke der DLRG an Bernd Friedl.
Vorstandsmitglied Bechtold und Hardt wurden zu Ehrenmitgliedern und
der ehemalige langjährige Vorsitzende Edgar Vötsch zum
Ehrenvorsitzenden ernannt.
In der nun
folgenden Zeit wurde der Wachdienst weiter ausgebaut, Unterkünfte für
Bus und Boot geschaffen sowie die Katastrophenschutzgruppe gegründet.Das
Schwimmtraining und die Ausbildung der Schwimmer und Rettungschwimmer
wurde intensiv ausgebaut.
Nun wurden
erstmals Jugend- und Kinderfreizeiten veranstaltet. Auch weitere
Öffentlichkeitsarbeit wurde betrieben, so z.B. der Familienradtag oder
die Veranstaltungen des Sommernachtsfests in Büdingen und Seefestes in
Gedern.
In dem Jahren
1994-1995 hatte die Ortsgruppe durch die Schließung des Hallenbades
einen äußerst schwierigen Stand.
Es konnten nur
noch wenige Rettungsschwimmer ausgebildet werden.
Durch den
positiv ausgegangenen Bürgerentscheid jedoch wurde das Hallenbad
wieder eröffnet.
Im Jahre 1999
war die Ortsgruppe wiederholt von einer 1 jährigen Schließung
betroffen.
Im Jahre 2000
übergab dann Bernd Friedl den Vorsitz nach 15 Jahren an Kirsten
Wagner, welche seit dieser Zeit die Geschicke der Ortsgruppe lenkt.
Ein Vorstandmitglied darf hier auf keinen Fall vergessen werden -
Otto
Weinberger hält die Finanzen des Vereins und somit den Bestand der OG
seit über 25 Jahren in seinen Händen.
In Frühjahr
2004 wurde dann erneut das Hallenbad geschlossen. Wie es aber
aussieht, jetzt für immer.
Das Training und die Ausbildung findet jetzt in den Sommermonaten im
Freibad und im Herbst/Winter im Hallenbad Gedern statt.
Auf der
Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe am 10.02.06 gab
es einen Wechsel, Kirsten
Wagner übergab diesen wieder an Bernd Friedl, welcher bereits 15 Jahre
lang bis zum Jahre 2000 dieses Amt inne hatte.
Am Aufbau
und Erfolg der DLRG jedoch waren noch viel mehr Mitglieder als die
bereits Erwähnten beteiligt.
Ihnen,
sowie nicht zuletzt den Angehörigen, die sie oft genug entbehren
mussten, sei an dieser Stelle für die geleistete Arbeit herzlich
gedankt.
Zahlen und Fakten:
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